Olympus Zuiko Auto-S 40mm f2

 
Brennweiter: 40mm
Blende max: 2
Blende min: 16
6 Linsen in 6 Gruppen
6 Blendenlamellen
Filtergewinde: 49mm
MFD: 0,3m
Gewicht: 140g
Länge: 25mm
Produktion: 1978(1983)-1986?
Anschluss/Bajonett: Olympus OM
 
Das Fazit direkt vorab - es ist genial. Einst produziert in sehr kleinen Stückzahlen (~10.000) für den sogenannten Low-Cost-Bereich und für den wirklich erschwinglichen Preis von unter 90$ gehört das Zuiko 40mm f2 heute zu den meistgesuchten Olympus-Objektiven und erzielt bei Ebay gut und gerne (sehr kleine) vierstellige Preise. Was natürlich sehr unwirtschaftlich ist, wenn man den Preis pro Gramm sieht, da das winzige Zuiko mit nur 140g wirklich ein extremes Leichtgewicht ist. Die geringe Größe von gerade mal 2,5cm erzeugt den mMn auch einzigen Nachteil, da der dünne Blendenring vorne am Objektiv sitzt und etwas "fummelig" zu bedienen ist. Praktikabel ist das Verstellen des Blendenrings eigentlich nur mit der aufgesetzten Gegenlichtblende. Dann aber gibt es nicht mehr viel zu meckern. Die Schärfe ist bereits offen sehr gut und wird beim Abblenden noch besser. Farben und Kontrast sind durchweg sehr gut. Bokeh-Fetischisten könnten eine etwas unruhige Darstellung der Unschärfe bemängeln, aber das ist subjektiv und meines Erachtens Jammern auf hohem Niveau. Was aber mir persönlich am meisten gefällt ist die Vielseitigkeit der Brennweite 40mm gepaart mit der geringen minimalen Fokusdistanz. Okay, die Wahl der Brennweite ist natürlich kein besonderer Verdienst Olympus' und auch andere Hersteller (z.B. Konica) haben sowas im Programm gehabt. Sieht man jedoch die MFD bei dem größenmäßig vergleichbaren Hexanon AR 40mm f1.8 mit 0,45m, dann ist das in der Praxis durchaus ein nennenswerter Unterschied. Ebenso eignen sich 40mm (für mich überraschend) auch für Portraits, bei denen ich 35mm immer einen Tick zu weit fand. Laut anderen Reviews verzeichnet der Winzling über Gebühr, was mich aber in der Praxis nicht stört, da das bei meinen üblichen Motiven ohnehin nicht auffällt. 
 
 Ein paar weiterführende, durchweg positive Einschätzungen findet man unter anderem hier:
 
 
 

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