Brennweite: 180mm
Blende max : f2.8
Blende min : f22
5 Linsen in 3 Gruppen
15 Lamellen
MFD : 1,8m
Filtergewinde : 72mm
Gewicht : 1025g
Länge: 176mm
Produktion : 1958
Anschluss/Bajonett: M42


 
Großes, wuchtiges "Biest" aus Metall und Glas. Das Iscaron hat eine Preset-Blende, eine eingebaute Stativschelle (die man auch braucht) und eine ausziehbare, leider unzureichende Gegenlichtblende. Ich fand es nicht einfach mit diesem Klotz zu fotografieren, zumal die Blendeneinstellung etwas gewöhnungsbedürftig ist und der nicht leicht zu drehende Fokusring entgegen meiner gewohnten bzw. bevorzugten Laufrichtung geht. Der Fokusweg von Naheinstellgrenze bis unendlich ist gefühlt sehr lang und ohne Stativ auch schwer zu handhaben, da der schwergängige Ring fast das Objektiv aus dem Adapter dreht anstatt zu fokussieren. Das mag nur bei meinem Exemplar so sein, stört aber. 
Die optische Leistung zeigt ein zwiespältiges Bild. Die Schärfe ist offen durchaus brauchbar, das Bokeh dank der 15(!) Blendenlamellen sehr gut, allerdings ist das Iscaron dermaßen anfällig für Gegenlicht, dass der Kontrast - auch abgeblendet - einfach nur schlecht zu nennen ist. Die eingebaute Sonnenblende schafft da auch keinerlei Besserung. Ebenso neigt das Iscaron offen zu Farbsäumen und gibt insgesamt Farben eher kühl wieder. Das ist zwar in Zeiten digitaler Nachbearbeitung alles kein Thema, schmälert aber das sonst ordentliche Bild.
Hier findet sich noch eine originale Werbeanzeige von 1958.
 

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